Quaddeln – Neuraltherapie nach Huneke
Das Quaddeln (Intrakutaninjektion) ist eine Form der Neuraltherapie, die von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke in den 1920er Jahren entwickelt wurde. Dabei wird eine Lokalanästhesielösung (meist Procain) intrakutan – also direkt in die Haut – injiziert, wodurch kleine, erhabene Quaddeln entstehen.
Wie wirkt das Quaddeln?
Procain ist mehr als nur ein Betäubungsmittel. Es normalisiert gestörte Zellmembranpotenziale, verbessert die Mikrozirkulation im behandelten Gewebe und hat entzündungshemmende sowie regenerierende Eigenschaften. Durch die intrakutane Injektion werden Nervenbahnen und Reflexzonen beeinflusst, die mit inneren Organen in Verbindung stehen.
Anwendungsgebiete
- Akute und chronische Schmerzsyndrome
- Spannungskopfschmerzen und Migräne
- Schulter-Nacken-Beschwerden
- Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme
- Entzündliche Erkrankungen
- Allergien und Heuschnupfen (über Reflexpunkte)
Behandlung
Die Injektionen werden mit sehr feinen Nadeln gesetzt und sind nur minimal schmerzhaft. Häufig ist eine deutliche Besserung der Beschwerden bereits unmittelbar nach der Behandlung spürbar. Je nach Beschwerdebild wird eine Serienkur von 6–10 Sitzungen empfohlen.